34 Einträge Eintrag von andreas

Go EASST!

Go EASST!

Achtung, Wortwitzüberschrift: Ich war vergangene Woche auf der EASST, der wichtigsten europäischen Konferenz zu Wissenschafts- und Technikforschung (STS). Es handelte sich um einen Kurzausflug mit Pre-Conference Workshop und dann nur 1,5 Tagen Konferenz, weil ich Donnerstagabend bereits wieder in Deutschland sein musste. Aber auch in der kurzen Zeit habe ich schöne Einblicke in die Community dort bekommen. Die EASST ist eine – der Institutionalisierung von STS als Forschungsfeld folgend – sehr britisch-niederländisch-skandinavische europäische Vereinigung von …

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Best of Twitter (1)

Best of Twitter (1)

Dass Internetkonsum dumm macht [US-Apologet, deutscher Apologet], ist natürlich eine gnadenlose, wissenschaftlich nicht gedeckte Vereinseitigung. Tatsächlich liegt es vielmehr an einem selbst, ob und wie man aus dem Surfen und Smartphone-Gedaddel an der Haltestelle auch etwas mitnimmt. Ich reguliere das zu Teilen über meinen Twitteraccount, der mir als Lesezeichensammlung, Presseschau und Kommentarspalte dient. Eine gute Timeline ersetzt das händische Ansurfen der großen und kleineren Portale. Und anstatt im Kopf Artikel zu planen, die man dann doch …

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4 Tweets zu digitalen Kulturwissenschaften

4 Tweets zu digitalen Kulturwissenschaften

Ich bin leicht zu begeistern. Das ist eine gute Eigenschaft, wenn es darum geht, Energie für etwas zu mobilisieren. Das ist eine schlechte Eigenschaft, wenn es darum geht, Energie nicht für das Falsche zu mobilisieren. Während Werner Rammert in den 1990er Jahren noch attestieren durfte, dass es eine gewisse Technikvergessenheit in der deutschsprachigen Soziologie gäbe, ist insbesondere digitale Technik mittlerweile Gegenstand unzähliger Journals, Sonderausgaben, Konferenzen, Workshops, Summer Schools, Sammelbände, Aufsätze und natürlich Monographien aus dem …

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Der Fahrstuhltext

Der Fahrstuhltext

Es gibt Texte, die einem immer wieder begegnen. Stefan Hirschauers „Fahrstuhltext“ [PDF] ist so einer. Erschienen in der Zeitschrift „Soziale Welt“ (50/1999) zeichnet den Aufsatz eine Qualität aus, die man „Klassikern“ zuschreibt: Anhand des spezifischen Subjekts der Praxis des Fahrstuhlfahrens wird eine universelle Perspektive entfaltet. Aus diesem und einem aktuellen Grund (siehe 2.), will ich den Text kurz vorstellen (1.). 1. Mit Hirschauer Fahrstuhl fahren Der Fahrstuhltext ist selbst eine Fahrt durch mehrere Abstraktions-Stockwerke soziologischer Arbeit. …

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Was hält Sozialrobotik zusammen?

Was hält Sozialrobotik zusammen?

Für mein Dissertationsprojekt frage ich unter anderem, welche „soziale Logik“ die Auswahl- und Entwicklungsprozesse der Sozialrobotik prägt. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass es ein so zu bezeichnendes Feld – und eine darin wirksame Logik – überhaupt erst einmal gibt. Und dass es eine gemeinsam geteilte Überschrift dazu gibt, ist noch kein Beleg dafür. Für das Feld der Servicerobotik – zu Teilen ein Vorgänger der Sozialrobotik – konnte vor einigen Jahren gezeigt werden, dass ein …

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Rise of the Zukunft

Rise of the Zukunft

Die aktuelle Printausgabe von „The Economist“ bringt das Aufkommen der Roboter auf den Titel. Der Artikel „Rise of the Robots“ macht ein schönen Punkt im Hinblick auf die gesellschaftliche Funktion der Sichtbarkeit / Unsichtbarkeit von Technik und zeigt zudem eine Merkwürdigkeit des Diskurses rund um Roboter als Alltagsmaschinen. Den ersten Punkt, der im verlinkten Artikel das Fazit ist, will ich hier gar nicht diskutieren, dass darf jede/r für sich tun 🙂 Wohl aber die Entwicklung …

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Let’s get it on

Let’s get it on

Bislang habe ich hier ja ziemlich meta, will sagen: mit wenig Gegenstandsbezug, über Versatzstücke und Fragen rund um die Themenkomplexe künstliche Intelligenz, Mensch-Maschine-Interaktion und Techniktheorie gebloggt. In den kommenden Wochen und Monaten soll es nun dezidierter um den Gegenstandsbereich gehen, den ich im Rahmen meines Diss-Projektes empirisch rekonstruiere: Sozialrobotik. Dabei handelt es sich um ein schnell wachsendes, interdisziplinäres Forschungsfeld, dass sich unter diesem Namen seit etwa 2003 etabliert. Das Ziel der – durchaus sehr unterschiedlichen …

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Kognitivismus 25 Jahre nach Varela

Vor über 25 Jahren erschien Francisco Varelas Studie über die Kognitionswissenschaften „Invitation aux sciences cognitives“ (1988). Die deutsche Übersetzung „Kognitionswissenschaft – Kognitionstechnik“ erschien 1990 und ist mir dank Empfehlung von Moritz in die Hände gefallen. In dem schmalen Band unternimmt Varela eine Tour de Force durch die Paradigmen der Kybernetik bis in die späten 80iger Jahre und seziert dabei mit dem Blick des radikalen Konstruktivismus die blinden Flecken der davon ausgehenden Programme. Ich habe viele …

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Komplex / kompliziert

Komplex / kompliziert

Ich bin in einem Text auf die Unterscheidung komplex / kompliziert gestoßen, die ich hier kurz diskutieren will (1.), um Sie dann auf das Problem „sozialer Software“ zu beziehen (2.), welches auch eine Rolle in meinem Diss-Projekts spielt. In der theoretisierenden Einleitung „Elemente einer Akteur-Medien-Theorie“ von Erhard Schüttpelz [Auszug, PDF] wird Unterscheidung komplex / kompliziert durch Bruno Latour aufgegriffen. Latour macht diese u.a. in seiner Studie über Paris als gekoppeltes technisches System. Complex relations force …

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„Moses‘ Brücken“

„Moses‘ Brücken“

Alttestamentarische Anspielungen finden sich eher selten in meinem Repertoire, und hier soll es auch nicht um einen Propheten, sondern um einen vermeintlichen (?) Apologeten technokratischen Rassismus‘ gehen. Aber eigentlich geht es darum, wie eine Wirkbeziehung zur verbeiteten Parabel wird und was hinter ihr steckt. Und das am Ende natürlich alles irgendwie schon so ist, nur etwas differenzierter und komplizierter. Robert Moses (1888-1981) war einer der erfolgreichsten Stadtplaner des 20. Jahrhunderts. Zu seinen ersten Projekten als …

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