Vom musikalischen Genie zu Teilhabe an Prozessen

Vom musikalischen Genie zu Teilhabe an Prozessen

  Vor zwei Jahren hat mein Kollege Fabian vom analogsoul-Label um Input für ein Musikmarketing-Konzept gebeten. Ausgehend von unseren Erfahrungen im Crowdfunding und alternativen Marketing-Ideen wie „releasing a record“ und Dirk von Gehlens Buch „Eine neue Version ist verfügbar“ wollte er sein kommendes Album anders veröffentlichen, als es das Standardmodell vorsah. Ich schrieb ein (zugegebenermaßen auf Wirkung setzenden) Manifest zum Start und beriet Fabian in folgenden Projektschritten & der Auswertung. Vergangenes Jahr erhielten wir die …

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Hypezig – Die Verkleinbürgerlichung des Alternativen

Hypezig – Die Verkleinbürgerlichung des Alternativen

Dieser Text erschien im März 2015 als Beitrag im Sammelband „LEIPZIG – Die neue urbane Ordnung der unsichtbaren Stadt“, herausgegeben von Frank Eckardt, René Seyfarth & Franziska Werner. Der Band ist am Besten direkt über den Verlag zu beziehen. Der Text steht unter folgendem Link auch als PDF zur Verfügung. Vielen Dank an André Herrmann und Matthias Puppe für Ihre wichtige Hilfe bei der Recherche. Des weiteren lieben Dank an Katharina, Fabian, Max und Thomas …

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Gastspiel: Twitterradio

Gastspiel: Twitterradio

Liebe Leser_innen, ich schreibe gerade viele schöne Sachen, nur leider nicht in diesem Blog, sondern in Word-Dokumenten, die bald meine Dissertationsschrift ergeben sollen. Dabei haben mir die Beiträge und Kommentare der hier Lesenden übrigens durchaus geholfen. So werde ich zum Beispiel im November auf der Jahrestagung der Fachgruppen Computervermittelte Kommunikation und Soziologie der Medienkommunikation der DGPuK einen Vortrag zum Thema des Blogposts komplex/kompliziert. Aber worum es mir eigentlich geht: Ich habe mit dem wunderbaren Moritz …

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Meme-Explosion an kaputter Tür

Meme-Explosion an kaputter Tür

(alle Bilder via Redditor Frankenstone3D)   Im Jahr 1988 veröffentlichte Bruno Latour unter Pseudonym den Aufsatz „Mixing Humans and Non-Humans Together“, der zu einem Klassiker der STS-Texte werden sollte. Wie auch der Fahrstuhl-Text von Hirschauer nimmt Latour eine Beobachtung aus dem Universitätsalltag zum Ausgangspunkt seiner Auseinandersetzung. Dabei handelte es sich um ein von einem Mitarbeiter verfasstes Hinweisschild an der Tür zum Flur des Instituts: “The door-closer is on strike, for God’s sake, keep the door …

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Diana Forsythe & Barbara Becker

Wenn ich mit den Arbeiten anderer Forscherinnen zu meinem Thema auseinandersetze, tue ich das nicht nur auf der ‚wissenschaftlicher Ebene‘. Ich prüfe die Texte und Thesen nicht nur logisch auf Konsistenz und Sinn oder ob sie mir methodisch angemssen erscheinen. Ich versuche nachzuvollziehen, was vor dem Verfassen des Textes passiert ist. Wie die Gedanken, die schließlich zu Papier gekommen sind, ihren Weg fanden. Das mache ich nicht zuvorderst, um mich abzulenken, sondern weil ich vor …

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Go EASST!

Go EASST!

Achtung, Wortwitzüberschrift: Ich war vergangene Woche auf der EASST, der wichtigsten europäischen Konferenz zu Wissenschafts- und Technikforschung (STS). Es handelte sich um einen Kurzausflug mit Pre-Conference Workshop und dann nur 1,5 Tagen Konferenz, weil ich Donnerstagabend bereits wieder in Deutschland sein musste. Aber auch in der kurzen Zeit habe ich schöne Einblicke in die Community dort bekommen. Die EASST ist eine – der Institutionalisierung von STS als Forschungsfeld folgend – sehr britisch-niederländisch-skandinavische europäische Vereinigung von …

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Best of Twitter (1)

Best of Twitter (1)

Dass Internetkonsum dumm macht [US-Apologet, deutscher Apologet], ist natürlich eine gnadenlose, wissenschaftlich nicht gedeckte Vereinseitigung. Tatsächlich liegt es vielmehr an einem selbst, ob und wie man aus dem Surfen und Smartphone-Gedaddel an der Haltestelle auch etwas mitnimmt. Ich reguliere das zu Teilen über meinen Twitteraccount, der mir als Lesezeichensammlung, Presseschau und Kommentarspalte dient. Eine gute Timeline ersetzt das händische Ansurfen der großen und kleineren Portale. Und anstatt im Kopf Artikel zu planen, die man dann doch …

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4 Tweets zu digitalen Kulturwissenschaften

4 Tweets zu digitalen Kulturwissenschaften

Ich bin leicht zu begeistern. Das ist eine gute Eigenschaft, wenn es darum geht, Energie für etwas zu mobilisieren. Das ist eine schlechte Eigenschaft, wenn es darum geht, Energie nicht für das Falsche zu mobilisieren. Während Werner Rammert in den 1990er Jahren noch attestieren durfte, dass es eine gewisse Technikvergessenheit in der deutschsprachigen Soziologie gäbe, ist insbesondere digitale Technik mittlerweile Gegenstand unzähliger Journals, Sonderausgaben, Konferenzen, Workshops, Summer Schools, Sammelbände, Aufsätze und natürlich Monographien aus dem …

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Der Fahrstuhltext

Der Fahrstuhltext

Es gibt Texte, die einem immer wieder begegnen. Stefan Hirschauers „Fahrstuhltext“ [PDF] ist so einer. Erschienen in der Zeitschrift „Soziale Welt“ (50/1999) zeichnet den Aufsatz eine Qualität aus, die man „Klassikern“ zuschreibt: Anhand des spezifischen Subjekts der Praxis des Fahrstuhlfahrens wird eine universelle Perspektive entfaltet. Aus diesem und einem aktuellen Grund (siehe 2.), will ich den Text kurz vorstellen (1.). 1. Mit Hirschauer Fahrstuhl fahren Der Fahrstuhltext ist selbst eine Fahrt durch mehrere Abstraktions-Stockwerke soziologischer Arbeit. …

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Was hält Sozialrobotik zusammen?

Was hält Sozialrobotik zusammen?

Für mein Dissertationsprojekt frage ich unter anderem, welche „soziale Logik“ die Auswahl- und Entwicklungsprozesse der Sozialrobotik prägt. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass es ein so zu bezeichnendes Feld – und eine darin wirksame Logik – überhaupt erst einmal gibt. Und dass es eine gemeinsam geteilte Überschrift dazu gibt, ist noch kein Beleg dafür. Für das Feld der Servicerobotik – zu Teilen ein Vorgänger der Sozialrobotik – konnte vor einigen Jahren gezeigt werden, dass ein …

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