7 Artikel Tag Soziologie

Wunschliste für den nächsten Soziologiekongress

Wunschliste für den nächsten Soziologiekongress

Alle zwei Jahre versammelt sich die institutionell verfasste Soziologie des Landes zu einem Kongress. Dieser dient nicht nur der Diskussion fachlicher Erkenntnisse oder dem Ausfechten von metatheoretischen Grabenkämpfen, sondern bietet immer auch Anlass zur (Selbst-) Reflexion und Kritik. Zu den DGS-Kongressen der vergangenen Jahre fest dazu gehören Beschwerden über die geringe öffentliche Sichtbarkeit, und Anzeichen der verschlafenen Digitalisierung (wobei der Diekmann-Artikel m.E. keine angemessene Kritik ist). Die Stoßrichtung dieser Kritiken kann man nur begrüßen –  …

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Ein Monat partizipatives »Living Lab« – lessons learned

Ein Monat partizipatives »Living Lab« – lessons learned

Partizipation, also die Teilhabe an Prozessen, ist in Deutschland leider nach wie vor ein exotischer Ansatz, um andere soziale Gruppen als Entwickler und Geldgeber an Forschungs- und Entwicklungsprojekten zu beteiligen. Die interdisziplinäre Forschungsgruppe „Miteinander“, in der ich neben Informatikern und Designern als Soziologe angestellt bin, versucht deshalb nicht nur, Partizipation in der deutschsprachigen Informatik und Human Computer Interaction (HCI) zu etablieren, sondern als Ansatz auch methodisch und methodologisch zu beforschen. Die Daten dafür liefern wir …

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Kognitivismus 25 Jahre nach Varela

Vor über 25 Jahren erschien Francisco Varelas Studie über die Kognitionswissenschaften „Invitation aux sciences cognitives“ (1988). Die deutsche Übersetzung „Kognitionswissenschaft – Kognitionstechnik“ erschien 1990 und ist mir dank Empfehlung von Moritz in die Hände gefallen. In dem schmalen Band unternimmt Varela eine Tour de Force durch die Paradigmen der Kybernetik bis in die späten 80iger Jahre und seziert dabei mit dem Blick des radikalen Konstruktivismus die blinden Flecken der davon ausgehenden Programme. Ich habe viele …

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DGS goes Powerblogging [Update]

Es ist schlicht beeindruckend, was sich derzeit im DGS-Blog abspielt. Nina Baur, Professorin für Methoden empirischer Sozialforschung an der TU Berlin, gibt eine wahre Power-Bloggerin: Frequenz: 17 Blogposts in 19 Tagen Länge: durchschnittlich 13.200 Zeichen pro Eintrag das sind: fünf DINA4-Seiten in Word pro Eintrag [Standardeinstellung: Calibri, Schriftgröße 11, 1.15 Absatz, ohne Abbildungen] insgesamt bislang: 87 Textseiten bzw. 28.885 Wörter, bzw. 224.574 Zeichen mit Leerzeichen Ich bin geneigt zu sagen: „Das bringt doch nichts!“ Texte mit …

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deutschsprachige Sozialwissenschaften marginal

Drei kleine Beobachtungen zur (erschreckenden?) internationalen Marginalität vor allem qualitativer Positionen aus der deutschsprachigen Sozialwissenschaft. Zunächst die quantitative Governance-Keule: Wenn sich gute Wissenschaft am Output in internationalen Wissenschaftsmagazinen misst, hängt die deutschsprachige Sozialwissenschaft den hiesigen Kollegen aus anderen Disziplinen signifikant hinterher, das sagt zumindest eine Auswertung aktueller Zahlen des Medienkonzerns Thomson Reuters. Hier liegt die einzuwendende Kritik noch relativ offensichtlich auf der Hand, wie zum Beispiel Till westermayer in den Comments anmerkt: Relevante Diskurse finden …

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Weshalb ich blogge (2)

Im ersten Post habe ich die Motivation für dieses Blog von einer in der deutschen Soziologie vorherrschenden, skeptischen und größtenteils uninformierten Haltung zu Online-Kommunikationsformen abgegrenzt. Solche Abgrenzungen funktionieren gut, u.a. weil sie an das David-Goliath-Frame anschließen (Näheres dazu, ab S. 3) – Und darin liegt ein gewisser Oppurtunismus. Mein Ziel ist nicht, wortreich gegen bestimmte Strukturen und Handlungsmuster der akademischen Disziplin Soziologie anzukämpfen. Obwohl das manchmal gut täte. Ich möchte die Ziele dieses Blogs positiv …

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Weshalb ich blogge (1)

Warum sollte ein „Nachwuchswissenschaftler in der Qualifikationsphase“, der eigentlich genug zu tun hat, ein (weiteres) Blog beginnen? Zumal wenn er selbst einen Anspruch an Blogtexte heranträgt, der in der Praxis bald dazu führen wird, dass die Anzahl der Ideen für Blogposts die vorhandene Zeit zum Bloggen übersteigen wird, was in ihm eine Spirale des schlechten Gewissens in Gang setzen wird, die sich wiederum negativ auf die Motivation für das weitere Bloggen auswirkt. Es hat etwas …

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