Im Dezember 2013 habe ich hier im Blog Bruno Latours Unterscheidung von komplex und kompliziert vorgestellt. Erhard Schüttplez hatte sie in seiner wunderbaren Einleitung für »Akteur-Medien-Theorie« aufgegriffen und rekonstruiert. Mich hatte daran vor allem die Figur der „Verkomplizierung des Komplexen“ fasziniert — Die Übersetzung komplexer Situationen in nacheinander verschaltete – in Latours Diktion „komplizierte“ – Abläufe. Mir schien in dieser von Latour beschriebenen Übersetzungsleistung eine fruchtbare theoretische Metapher für die Analyse von Digitalisierungs-Phänomenen wie beispielsweise …