16 Artikel Artikel gepostet in Disziplin-Diskurs

Zur Anschlussfähigkeit qualitativer Forschung für Informationstechnik

Ich bin derzeit auf der „Mensch und Computer 2013“ einer Konferenz, die Professionals und Wissenschaftlerinnen aus dem Bereich Mensch-Computer-Interaktion anspricht. Damit sind so unterschiedliche Tätigkeitsbereiche wie Websiten-Optimierung für Shoppingportale oder die Entwicklung neuer Hardware-Schnittstellen gemeint, wie auch Bedürfnis- und Nutzungsanalysen verschiedener Zielgruppen. Für ebenjenes interdisziplinäres Zielpublikum haben Benny Liebold und ich einen Workshop konzipiert, der methodische und methodologische Probleme des Zugangs zu „Interaktion“ zwischen Mensch und Computer thematisiert [Update: Diskussionseinblick hier]. Im Rahmen dieses Workshops …

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Qualitative Technikforschungen

Der einfachste Trick wenn man zu tun hat und nicht zum Bloggen kommt? Über das Bloggen, was man so zu tun hat: Gemeinsam mit meiner Kollegin Kalja Kanellopoulos organisiere ich für den 11. und 12. Oktober einen Workshop (vorwiegend) für Promotionsprojekte mit dezidiert qualitativen Zugängen zu Fragestellungen aus dem Bereich der Wissenschafts- und Technikforschung (STS). Lange Zeit gab es wenig Schnittstellen zwischen verstehenden und hermeneutischen Ansätzen und der STS-Community, ganz anders als mit ethnographischen Zugängen …

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Beispiel: Digitale Soziologie

Es ist etwas paradox mit den falschen Dichotomien in den Sozialwissenschaften: Man will sie überwinden und reproduziert sie in diesem Zuge dennoch. Solch eine „falsche“ Dichotomien ist z.B. die Gegenüberstellung „Technik“ und „Soziales“, die verkennt, wie sozial das Technische und wie technisch „das Soziale“ ist, und dennoch in vielen Ausläufern der STS – sogar unter Bezug auf die symmetrisierende ANT – reproduziert wird. Eine weitere, aus meiner Sicht sehr ärgerliche, „falsche“ Dichotomie ist die zwischen …

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DGS goes Powerblogging [Update]

Es ist schlicht beeindruckend, was sich derzeit im DGS-Blog abspielt. Nina Baur, Professorin für Methoden empirischer Sozialforschung an der TU Berlin, gibt eine wahre Power-Bloggerin: Frequenz: 17 Blogposts in 19 Tagen Länge: durchschnittlich 13.200 Zeichen pro Eintrag das sind: fünf DINA4-Seiten in Word pro Eintrag [Standardeinstellung: Calibri, Schriftgröße 11, 1.15 Absatz, ohne Abbildungen] insgesamt bislang: 87 Textseiten bzw. 28.885 Wörter, bzw. 224.574 Zeichen mit Leerzeichen Ich bin geneigt zu sagen: „Das bringt doch nichts!“ Texte mit …

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Exkurs: Raummetaphern / Raumkonzepte im Netz

Ich schulde hier ja noch einen Blick auf den Entwurf einer Techniktheorie, muss aber mal kurz einen kleinen Exkurs zu einem anderen Theorieschnipsel aus dem Bereich Interaktion / Kommunikation im Internet einlegen. Meine Kollegin Kalja hat mich auf einen Aspekt der Netzkommunikation hingewiesen, den ich bislang generös links liegen ließ. Genauer fragte sie, ob ich bei meinem wiederholten Reden von Facebook als „Ort“ und „soziale Situation“ eigentlich ein bestimmtes Raumkonzept verfolgen würde. Äh, bislang nein. …

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deutschsprachige Sozialwissenschaften marginal

Drei kleine Beobachtungen zur (erschreckenden?) internationalen Marginalität vor allem qualitativer Positionen aus der deutschsprachigen Sozialwissenschaft. Zunächst die quantitative Governance-Keule: Wenn sich gute Wissenschaft am Output in internationalen Wissenschaftsmagazinen misst, hängt die deutschsprachige Sozialwissenschaft den hiesigen Kollegen aus anderen Disziplinen signifikant hinterher, das sagt zumindest eine Auswertung aktueller Zahlen des Medienkonzerns Thomson Reuters. Hier liegt die einzuwendende Kritik noch relativ offensichtlich auf der Hand, wie zum Beispiel Till westermayer in den Comments anmerkt: Relevante Diskurse finden …

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